Sponsored Display füllt die Lücke zwischen Suche und Wiederansprache. Während Sponsored Products kaufnahe Suchintention abgreift, holt Sponsored Display Menschen zurück, die dein Produkt schon gesehen, aber noch nicht gekauft haben – auf Amazon und auf externen Seiten. Genau deshalb ist es selten ein Solo-Format: Es entfaltet seine Wirkung im Zusammenspiel mit deinen Such-Kampagnen und lässt sich am besten über eine saubere Datenauswertung steuern.
Wir erklären es dir am Telefon – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.
Sponsored Display kennt grob zwei Wege, deine Zielgruppe zu treffen. Kontextuelles Targeting (Produkte & Kategorien) platziert deine Anzeige gezielt auf bestimmten Produktdetailseiten – etwa bei ergänzenden oder konkurrierenden Artikeln, um dort sichtbar zu werden, wo gerade eine Kaufentscheidung fällt.
Zielgruppen-Targeting (Audiences) spricht Menschen anhand ihres Verhaltens an: Wer dein Produkt oder ähnliche Artikel angesehen hat (Views-Remarketing), passende Interessen zeigt oder in bestimmte Kaufsignale fällt. Diese Wiederansprache läuft auch außerhalb von Amazon und macht Sponsored Display zum naheliegenden Retargeting-Werkzeug für Marken, die kein volles Amazon DSP betreiben.
Sponsored Display setzt eine aktive Markenregistrierung (Brand Registry) voraus – reine Wiederverkäufer ohne eigene Marke können es nicht schalten.
Anzeigen erscheinen auf Amazon-Detailseiten und auf externen Websites/Apps – deutlich mehr Reichweite als reine Such-Formate.
Je nach Ziel zahlst du pro Klick (CPC) oder pro tausend sichtbare Impressionen (vCPM) – Letzteres eher für Reichweite und Sichtbarkeit.
Views-Remarketing bringt einen großen Teil der Wiederansprache, ohne dass du gleich das volle Amazon DSP aufsetzen musst.
Der Beitrag von Sponsored Display zeigt sich oft erst im Zusammenspiel mit Sponsored Products und Brands – nicht im isolierten Last-Click-Report.
Sponsored Display isoliert bewerten. Sein Beitrag passiert früh in der Journey und wird im Last-Click-Report unterschätzt – wer nur darauf schaut, kürzt vorschnell.
Nur Views-Remarketing nutzen. Ohne kontextuelles Produkt-/Kategorie-Targeting verschenkst du die kaufnahen Platzierungen auf fremden Detailseiten.
Ohne Ausschlüsse fahren. Wer eigene Bestandskunden oder bereits kaufende Nutzer nicht ausschließt, verbrennt Budget an Menschen, die ohnehin gekauft hätten.
Im Funnel sitzt Sponsored Display im oberen und mittleren Bereich: Es baut Sichtbarkeit auf und holt Interessenten zurück, während Sponsored Products den Abschluss übernimmt. Genau dieses Zusammenspiel macht es messbar schwer greifbar – der Wert steckt im Pfad, nicht im letzten Klick.
Wer wirklich verstehen will, welchen Beitrag Sponsored Display zu Verkäufen leistet, kommt an einer pfadbasierten Auswertung kaum vorbei. Wie das über die Amazon Marketing Cloud funktioniert, erklären wir im Beitrag Path to Conversion & Time to Conversion.
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